
Stefan Windsperger, BA.pth.
Psychotherapeut i.A.u.S
Traumapädagoge und traumazentrierter Fachberater
Case Manager
Magisterstudium der Psychotherapiewissenschaft (Fachspezifikum Verhaltenstherapie) Mitglied im Fachverband Traumapädagogik
Seit vielen Jahren begleite ich Kinder, Jugendliche und Menschen in unterschiedlichen Lebenswelten: im Bildungsbereich, in Wohngruppen und in sozialpsychiatrischen Einrichtungen. Dabei habe ich erlebt, wie schnell in herausfordernden Situationen Kontrolle, Überforderung oder Hilflosigkeit spürbar werden können.
Mit der Vertiefung in die Traumapädagogik und psychotraumatologisches Wissen hat sich mein Blick grundlegend verändert. Ich begann, Verhalten nicht mehr vorschnell als Störung oder Provokation zu lesen, sondern als Ausdruck innerer Not, als Reaktion auf Erfahrungen und als etwas, das verstanden werden will.
Diese Haltung prägt meinen Zugang. Sie ist in der pädagogischen Arbeit gewachsen und begleitet mich nun auch im psychotherapeutischen Setting. Dort verbinde ich verhaltenstherapeutische Ansätze mit einer traumasensiblen, beziehungsorientierten Perspektive.
Für mich steht der Mensch nicht isoliert vor mir, sondern immer im Zusammenhang mit dem, was er erlebt hat, was ihn geprägt hat und was notwendig geworden ist, um bestehen zu können. Ich glaube daran, dass Entwicklung dort möglich wird, wo Belastung verstanden, Beziehung tragfähig und Veränderung in einem stimmigen Tempo möglich ist.
Perspectiva steht für diesen Blick: für eine Haltung, die nicht vorschnell bewertet, sondern genauer hinsieht; die Beziehung ernst nimmt und Räume schaffen möchte, in denen Halt, Orientierung und Entwicklung möglich werden.
Auch meine wissenschaftliche Auseinandersetzung ist von dieser Perspektive geprägt. In der Psychotherapiewissenschaft beschäftige ich mich mit traumasensiblen Fragen an den Schnittstellen von Pädagogik und Psychotherapie sowie mit partizipativen Zugängen, in denen junge Menschen als Expert:innen ihrer eigenen Erfahrungen ernst genommen werden.
