FAQ

Gut zu wissen

Transparenz und Orientierung sind wichtige Elemente einer sicheren Zusammenarbeit.
Die folgenden Fragen und Antworten geben Ihnen einen ersten Einblick in meine Arbeitsweise und die organisatorischen Rahmenbedingungen meiner Angebote.

Diese FAQ sollen Ihnen einen verständlichen Überblick geben.
Für alle weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Institut & Fortbildung

Was ist der Unterschied zwischen traumasensibler Pädagogik und Psychotherapie?

Traumasensible Pädagogik und Psychotherapie verfolgen unterschiedliche, sich jedoch ergänzende Ziele.

Traumasensible Pädagogik richtet sich vor allem an Fachkräfte, Teams und Bezugspersonen.
Sie unterstützt dabei, Verhalten besser zu verstehen, Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen zu entwickeln und stabile, förderliche Rahmenbedingungen im Alltag zu gestalten.

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren im Gesundheitsbereich, das zur Behandlung von psychischen, psychosozialen oder psychosomatisch Leiden eingesetzt wird. Es bietet einen geschützten Raum für Einzelpersonen, um sich mit eigenen Erfahrungen, Belastungen und inneren Prozessen auseinanderzusetzen.
Hier stehen das persönliche Erleben, das Verstehen von Zusammenhängen und individuelle Veränderungsprozesse im Mittelpunkt.

Beide Bereiche verbindet eine traumasensible, beziehungsorientierte Haltung, sie unterscheiden sich jedoch in Zielgruppe, Setting und Schwerpunkt.

Was ist traumasensible Pädagogik?

Traumasensible Pädagogik geht davon aus, dass Verhalten immer in Zusammenhang mit inneren Zuständen steht.
Menschen zeigen oft durch ihr Verhalten, was ihnen sprachlich schwerfällt auszudrücken: Sei es Überforderung, Stress oder das Gefühl, nicht sicher genug zu sein.

Auf Grundlage von Erkenntnissen aus Psychotraumatologie, Bindungs- und Stressforschung richtet traumasensible Pädagogik den Blick darauf, warum ein Verhalten entsteht und welche Bedürfnisse dahinterstehen.
Sie betrachtet Reaktionen nicht als Provokation, sondern als Hinweis auf das, was ein Mensch gerade zu regulieren versucht.

Durch klare Strukturen, eine verlässliche Beziehung und eine ruhige, präsente Haltung entsteht ein Umfeld, das Sicherheit vermittelt: Für Kinder und Jugendliche ebenso wie für die Erwachsenen, die sie begleiten.
So werden herausfordernde Situationen verständlicher, und Handlungsfähigkeit bleibt auch dann erhalten, wenn es schwierig wird.

Wie individuell werden Workshops angepasst?

Jede Einrichtung, jedes Team und jede Zielgruppe bringt eigene Fragen, Geschichten und Bedingungen mit.
Deshalb werden alle Workshops individuell konzipiert und mit Ihnen gemeinsam abgestimmt.

Mögliche Schwerpunkte können sein:

  • Grundlagen traumasensibler Pädagogik
  • Verhalten verstehen statt bewerten
  • Umgang mit Aggression, Rückzug oder Eskalation
  • Traumasensible Beziehungsgestaltung im Alltag
  • Neue Autorität
  • Achtsamkeit & Selbstfürsorge
  • Teamkultur, Grenzen und Verantwortung

Vor jedem Workshop klären wir in einem Gespräch Ihre Ziele, Rahmenbedingungen und Themen.
So entsteht ein Format, das wirklich zu Ihnen und Ihrer Einrichtung passt.

Für wen sind die Angebote geeignet?

Die Angebote richten sich an Menschen, die Kinder und Jugendliche begleiten, unterstützen oder erziehen. Dazu gehören insbesondere:

  • Pädagog*innen in Schulen, Horten und Kindertagesbetreuung
  • sozialpädagogische Einrichtungen und Wohngruppen
  • Fachkräfte im psychosozialen Bereich
  • Teams in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Eltern und Bezugspersonen

Je nach Format (Workshop, Vortrag, Supervision, Begleitung) können die Inhalte auf Fachkräfte, Eltern oder gemischte Gruppen zugeschnitten werden.

Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Supervision?

Beratung konzentriert sich meist auf ein konkretes Anliegen oder eine bestimmte Fragestellung.
Sie bietet Unterstützung bei Entscheidungen, Klärungen oder der Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten.

Supervision geht darüber hinaus:
Sie schafft Raum, um

  • das eigene berufliche Handeln zu reflektieren
  • Beziehungsdynamiken und Muster zu erkennen
  • mit belastenden Situationen achtsam umzugehen
  • die eigene Haltung zu schärfen
  • Teamprozesse und Zusammenarbeit in den Blick zu nehmen

Gerade in der traumasensiblen Arbeit ist Supervision ein wichtiger Schutzfaktor!

Ist auch eine längerfristige Begleitung möglich?

Ja. Neben einzelnen Veranstaltungen sind auch begleitende Prozesse möglich, zum Beispiel:

  • regelmäßige Teamsupervision
  • längerfristige Begleitung bei der Einführung traumapädagogischer Konzepte
  • Prozessbegleitung in Veränderungs- oder Krisenzeiten
  • Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Haltungs- oder Schutzkonzepten

Längerfristige Begleitung ermöglicht es, Entwicklungen über einen längeren Zeitraum zu betrachten, Veränderungen zu verankern und eine gemeinsame traumasensible Kultur wachsen zu lassen.

Arbeiten Sie auch mit Teams in Veränderungsprozessen?

Ja.
Traumasensible Pädagogik kann gerade in Zeiten von Veränderung, Belastung oder Neuorientierung sehr hilfreich sein – etwa bei:

  • Umstrukturierungen
  • neuen Teamzusammensetzungen
  • Konzeptentwicklung
  • anhaltenden Belastungen oder Konflikten

In solchen Prozessen unterstütze ich Teams dabei, gemeinsam hinzuschauen, Spannungen zu verstehen, Ressourcen wahrzunehmen und neue Wege im Miteinander zu entwickeln.

Wie läuft eine Anfrage ab?

Der Ablauf ist bewusst einfach und überschaubar:

Kontaktaufnahme
– per E-Mail, über das Kontaktformular auf der Website oder telefonisch.

Erstes Kennenlernen
– ein kurzes Gespräch (telefonisch oder online), in dem wir Bedarf, Ziele und Rahmenbedingungen klären.

Angebot
– Sie erhalten ein Angebot, das inhaltlich und organisatorisch zu Ihrer Einrichtung passt.

Terminvereinbarung & Durchführung
– wir vereinbaren einen oder mehrere Termine für Workshop, Vortrag oder Supervision.

Optional: Nachbesprechung oder Anschluss-Begleitung
– falls gewünscht, kann gemeinsam reflektiert werden, was sich verändert hat und was weitere Schritte sein können.

Welche Kosten entstehen?

Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Art des Angebots (Workshop, Vortrag, Supervision, Prozessbegleitung)
  • Dauer und Umfang
  • Anzahl der Teilnehmenden
  • Anfahrtsweg und eventuelle Übernachtungskosten

Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie ein transparentes, auf Ihre Situation abgestimmtes Angebot.

Finden die Angebote österreichweit statt?

Ja.
Workshops, Vorträge und Supervisionen können österreichweit in Ihrer Einrichtung stattfinden.
Bei größeren Distanzen wird die Anreise vorab transparent im Angebot berücksichtigt.

Sind Online-Angebote möglich?

Ja.
Vor allem folgende Formate lassen sich gut online umsetzen:

  • Einzelsupervision
  • kurze Impulsvorträge
  • Erstgespräche und Klärungsgespräche
  • Elternbegleitung

Gemeinsam kann entschieden werden, welche Form (online, vor Ort oder kombiniert) für Ihr Anliegen am sinnvollsten ist


Psychotherapie

Was passiert eigentlich in einer Psychotherapie?

Oft zögern wir, weil wir uns fragen, ob unser Anliegen ‚groß genug‘ für eine Therapie ist. Doch Psychotherapie beginnt nicht erst bei einer schweren Krise. Sie beginnt dort, wo Sie den Wunsch nach Veränderung spüren. Ihr subjektives Empfinden ist der Maßstab.

Gemeinsam schaffen wir einen bewertungsfreien Rahmen, um Ihre aktuellen Herausforderungen genau zu betrachten. Verhaltenstherapie ist dabei ein sehr lebendiger, lösungsorientierter Prozess: Wir analysieren, wie Ihre Erfahrungen Sie heute prägen, und entwickeln ganz konkrete Wege für Ihren Alltag. Es ist ein gemeinsamer Weg zurück zu Ihrer eigenen Expertise und inneren Stärke.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit einer Therapie zu beginnen?

Wir neigen dazu, unsere eigenen Belastungen kleinzureden. Doch es gibt kein ‚zu wenig‘ für eine Therapie. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Lebensqualität leidet oder Sie sich im Kreis drehen, ist das ein ernstzunehmendes Signal. Sie müssen nicht erst am Ende Ihrer Kraft sein, um sich Unterstützung zu suchen. Der richtige Moment ist der, in dem Sie sich erlauben, Hilfe anzunehmen.

Muss ich in der Therapie meine ganze Kindheit aufarbeiten?

Wie tief wir in Ihre Lebensgeschichte eintauchen, ergibt sich aus unserem Prozess. Es gibt kein festes Protokoll, das eine Aufarbeitung der Kindheit vorschreibt. Wir betrachten Vergangenes dort, wo es spürbar im Weg steht, um Raum für neue Erfahrungen zu schaffen. Sie behalten dabei jederzeit die Kontrolle darüber, welche Themen wir wie intensiv beleuchten

Muss ich genau wissen, was mein Problem ist, bevor ich mich melde?

Nein. Psychotherapie ist oft genau dazu da, ein diffuses Unbehagen erst einmal in Worte zu fassen. Es reicht völlig aus, wenn Sie spüren, dass etwas nicht mehr stimmig ist oder Sie an Grenzen stoßen. Die Sortierung Ihres Anliegens und das Herausarbeiten der eigentlichen Themen ist bereits der erste Teil unserer gemeinsamen Arbeit

Was passiert, wenn ich im Erstgespräch merke, dass es für mich nicht passt?

Die Entscheidung für oder gegen eine Zusammenarbeit liegt nach dem Erstgespräch bei Ihnen. Es gehört zu meiner professionellen Haltung, diesen Raum offen zu halten. Nicht jede Form der Unterstützung passt zu jedem Anliegen. Wenn Sie merken, dass die Resonanz fehlt, ist das eine wesentliche Information für Ihren weiteren Weg. Wir nutzen das Erstgespräch dann dazu, gemeinsam zu überlegen, welcher Weg oder welches Setting für Sie im Moment hilfreicher wäre.

Warum ist eine Kassenabrechnung bei Ihnen derzeit nicht möglich?

Da ich mich im letzten Abschnitt der Ausbildung (unter Supervision) befinde, sieht das System noch keine Kassen-Rückverrechnung vor. Dafür biete ich oft flexiblere Termine und Honorare an, die diesen Umstand berücksichtigen

Wie schnell werde ich eine Veränderung spüren?

Es gibt oft zwei Ebenen der Veränderung: Eine erste Erleichterung kann oft schnell eintreten, sobald wir beginnen, die Dinge zu ordnen und erste Strategien für den Alltag zu finden. Die Arbeit an den tiefer liegenden Ursachen Ihrer Themen ist jedoch ein Prozess, der Zeit beansprucht. Wir reflektieren in regelmäßigen Abständen gemeinsam, wo Sie stehen und ob sich die gewünschten Fortschritte zeigen

Wo finden die Termine statt?

Ein geschützter Raum ist die Basis jeder Veränderung.

In Wien bietet diesen Rahmen die Gemeinschaftspraxis „Stadtneurotiker“ im schönen Währing.

In Mattighofen schätze ich mich glücklich, die Pfarrbücherei als Therapieraum nutzen zu können. Ein Ort, der von Natur aus Ruhe und Reflexion ausstrahlt und uns erlaubt, den Blick nach innen zu richten.

Falls räumliche Distanz oder Zeitmangel es erfordern, können wir unsere Sitzungen nach einem ersten Kennenlernen teils auch online fortsetzen.