Gut zu wissen
Transparenz und Orientierung sind wichtige Elemente einer sicheren Zusammenarbeit.
Die folgenden Fragen und Antworten geben Ihnen einen ersten Einblick in meine Arbeitsweise und die organisatorischen Rahmenbedingungen meiner Angebote.
Vielleicht beschäftigen Sie sich zum ersten Mal mit traumasensibler Pädagogik oder möchten genauer wissen, wie Workshops, Vorträge oder Supervisionen ablaufen.
Diese FAQ sollen Ihnen einen verständlichen Überblick geben.
Für alle weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
Was ist traumasensible Pädagogik?
Traumasensible Pädagogik geht davon aus, dass Verhalten immer in Zusammenhang mit inneren Zuständen steht.
Menschen zeigen oft durch ihr Verhalten, was ihnen sprachlich schwerfällt auszudrücken: Sei es Überforderung, Stress oder das Gefühl, nicht sicher genug zu sein.
Auf Grundlage von Erkenntnissen aus Psychotraumatologie, Bindungs- und Stressforschung richtet traumasensible Pädagogik den Blick darauf, warum ein Verhalten entsteht und welche Bedürfnisse dahinterstehen.
Sie betrachtet Reaktionen nicht als Provokation, sondern als Hinweis auf das, was ein Mensch gerade zu regulieren versucht.
Durch klare Strukturen, eine verlässliche Beziehung und eine ruhige, präsente Haltung entsteht ein Umfeld, das Sicherheit vermittelt: Für Kinder und Jugendliche ebenso wie für die Erwachsenen, die sie begleiten.
So werden herausfordernde Situationen verständlicher, und Handlungsfähigkeit bleibt auch dann erhalten, wenn es schwierig wird.
Wie individuell werden Workshops angepasst?
Jede Einrichtung, jedes Team und jede Zielgruppe bringt eigene Fragen, Geschichten und Bedingungen mit.
Deshalb werden alle Workshops individuell konzipiert und mit Ihnen gemeinsam abgestimmt.
Mögliche Schwerpunkte können sein:
- Grundlagen traumasensibler Pädagogik
- Verhalten verstehen statt bewerten
- Umgang mit Aggression, Rückzug oder Eskalation
- Traumasensible Beziehungsgestaltung im Alltag
- Neue Autorität
- Achtsamkeit & Selbstfürsorge
- Teamkultur, Grenzen und Verantwortung
Vor jedem Workshop klären wir in einem Gespräch Ihre Ziele, Rahmenbedingungen und Themen.
So entsteht ein Format, das wirklich zu Ihnen und Ihrer Einrichtung passt.
Für wen sind die Angebote geeignet?
Die Angebote richten sich an Menschen, die Kinder und Jugendliche begleiten, unterstützen oder erziehen. Dazu gehören insbesondere:
- Pädagog*innen in Schulen, Horten und Kindertagesbetreuung
- sozialpädagogische Einrichtungen und Wohngruppen
- Fachkräfte im psychosozialen Bereich
- Teams in der Kinder- und Jugendhilfe
- Eltern und Bezugspersonen
Je nach Format (Workshop, Vortrag, Supervision, Begleitung) können die Inhalte auf Fachkräfte, Eltern oder gemischte Gruppen zugeschnitten werden.
Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Supervision?
Beratung konzentriert sich meist auf ein konkretes Anliegen oder eine bestimmte Fragestellung.
Sie bietet Unterstützung bei Entscheidungen, Klärungen oder der Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten.
Supervision geht darüber hinaus:
Sie schafft Raum, um
- das eigene berufliche Handeln zu reflektieren
- Beziehungsdynamiken und Muster zu erkennen
- mit belastenden Situationen achtsam umzugehen
- die eigene Haltung zu schärfen
- Teamprozesse und Zusammenarbeit in den Blick zu nehmen
Gerade in der traumasensiblen Arbeit ist Supervision ein wichtiger Schutzfaktor!
Ist auch eine längerfristige Begleitung möglich?
Ja. Neben einzelnen Veranstaltungen sind auch begleitende Prozesse möglich, zum Beispiel:
- regelmäßige Teamsupervision
- längerfristige Begleitung bei der Einführung traumapädagogischer Konzepte
- Prozessbegleitung in Veränderungs- oder Krisenzeiten
- Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Haltungs- oder Schutzkonzepten
Längerfristige Begleitung ermöglicht es, Entwicklungen über einen längeren Zeitraum zu betrachten, Veränderungen zu verankern und eine gemeinsame traumasensible Kultur wachsen zu lassen.
Arbeiten Sie auch mit Teams in Veränderungsprozessen?
Ja.
Traumasensible Pädagogik kann gerade in Zeiten von Veränderung, Belastung oder Neuorientierung sehr hilfreich sein – etwa bei:
- Umstrukturierungen
- neuen Teamzusammensetzungen
- Konzeptentwicklung
- anhaltenden Belastungen oder Konflikten
In solchen Prozessen unterstütze ich Teams dabei, gemeinsam hinzuschauen, Spannungen zu verstehen, Ressourcen wahrzunehmen und neue Wege im Miteinander zu entwickeln.
Wie läuft eine Anfrage ab?
Der Ablauf ist bewusst einfach und überschaubar:
Kontaktaufnahme
– per E-Mail, über das Kontaktformular auf der Website oder telefonisch.
Erstes Kennenlernen
– ein kurzes Gespräch (telefonisch oder online), in dem wir Bedarf, Ziele und Rahmenbedingungen klären.
Angebot
– Sie erhalten ein Angebot, das inhaltlich und organisatorisch zu Ihrer Einrichtung passt.
Terminvereinbarung & Durchführung
– wir vereinbaren einen oder mehrere Termine für Workshop, Vortrag oder Supervision.
Optional: Nachbesprechung oder Anschluss-Begleitung
– falls gewünscht, kann gemeinsam reflektiert werden, was sich verändert hat und was weitere Schritte sein können.
Welche Kosten entstehen?
Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:
- Art des Angebots (Workshop, Vortrag, Supervision, Prozessbegleitung)
- Dauer und Umfang
- Anzahl der Teilnehmenden
- Anfahrtsweg und eventuelle Übernachtungskosten
Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie ein transparentes, auf Ihre Situation abgestimmtes Angebot.
Finden die Angebote österreichweit statt?
Ja.
Workshops, Vorträge und Supervisionen können österreichweit in Ihrer Einrichtung stattfinden.
Bei größeren Distanzen wird die Anreise vorab transparent im Angebot berücksichtigt.
Sind Online-Angebote möglich?
Ja.
Vor allem folgende Formate lassen sich gut online umsetzen:
- Einzelsupervision
- kurze Impulsvorträge
- Erstgespräche und Klärungsgespräche
- Elternbegleitung
Gemeinsam kann entschieden werden, welche Form (online, vor Ort oder kombiniert) für Ihr Anliegen am sinnvollsten ist.
